Stress wirkt über das Hormon Cortisol auf Deine Haut. Bei kurzem Stress hält Cortisol Deinen Körper wach und leistungsfähig, und die Haut nimmt keinen Schaden. Hält die Anspannung dagegen lange an, bleibt der Cortisolspiegel hoch: Das Hormon bremst den Aufbau von Kollagen und treibt seinen Abbau voran, schwächt die Hautbarriere, lässt mehr Talg fließen und verzögert die Wundheilung. Die Haut wirkt dann fahler, reagiert empfindlicher und altert schneller. Kurzer, anregender Stress im Wechsel mit echten Ruhephasen hält dieses Gleichgewicht gesund.

 

Hallo MenschLicht,

Abzuschalten ist heute gar nicht so einfach. Auf dem kleinen Bildschirm in Deiner Hand brechen in Sekunden ganze Welten über Dich herein: erst Krieg, dann das Klima, dann das Wirtschaftswachstum und im nächsten Wisch ein Katzenvideo oder ein Bild davon, wie das perfekte Aussehen sein soll. Am Abend bist Du müde bis in die Knochen und kannst kaum sagen, was Du eigentlich getan hast. Im Spiegel schaut Dich dann eine fahle Haut an. Kennst Du diese Abende?

Lange dachte ich, Stress spiele sich nur im Kopf ab. Heute weiß ich, wie tief er in der Haut wohnt, und vor allem, wie ich die Ruhe wieder zu mir zurückrufe.

 

Guter und schlechter Stress: was den Unterschied macht

Nicht jeder Stress schadet Dir. Ein kurzer, anregender Stress, im Fachwort Eustress, macht Dich wach, schärft den Blick und lässt Dich über Dich hinauswachsen. Erst der dauernde, überfordernde Stress, der Distress, zehrt an Körper und Haut.

Bei einer plötzlichen Anspannung springt zuerst das Adrenalin an. Es treibt das Herz, weitet die Wege und stellt Deinen Körper in einem Nu bereit. In der HautStadt ist das Herr Adrenalin, ein flinker Bursche, der mit wehendem Mantel durch die Gassen läuft und nur ein einziges Wort ruft: „Achtung!“.

Ist die Gefahr vorüber, lässt sein Eifer nach, das Herz schlägt wieder ruhiger, und die Stadt nimmt ihre Arbeit wieder auf.

„Solcher Aufruhr will kommen und wieder gehen, wie eine Welle, die sich hebt und sich wieder legt“, sagt Frau Redefluss. Herrn Adrenalin brauchst Du, damit Du springen kannst, und die Ruhe danach, damit Du Dich wieder beruhigen darfst.

 

Was Cortisol bei langem Stress mit der Haut macht

Will der Schreck gar nicht mehr enden, ruft Dein Körper einen herbei, der länger bleibt: das Cortisol. Über die Stressachse, die Verbindung von Gehirn und Nebennieren, hält es Dich in anhaltend fordernden Zeiten wach und leistungsfähig. In echter Not ist es ein treuer Helfer.

Sein blinder Fleck ist, dass er nicht merkt, wann die Not vorüber ist. Bleibt die Anspannung, hört Cortisol nicht auf zu helfen, und gerade dieses Helfen ohne Ende wird zur Last für die Haut. Es bremst den Aufbau frischer Kollagenfäden und treibt zugleich ihren Abbau voran, sodass das tragende Gerüst dünner wird.

Überschüssiger Zucker im Gewebe verbindet sich mit den verbliebenen Fäden, ein Vorgang namens Glykation, und macht sie steif und brüchig. Die Hautbarriere wird durchlässiger, sodass die Haut mehr Feuchtigkeit verliert und schneller spannt. Zugleich fließt mehr Talg, was unreine Haut begünstigt, und kleine Wunden schließen sich langsamer.

Weil die Denkstadt eine Malerin ist, trägt sie all das nach außen: Die Haut wird fahl, rötet sich rascher und zeigt, dass die Stadt zu lange ohne Ruhe geblieben ist. Wie sehr anhaltende Anspannung die Haut altern lässt, vertieft ganzheitliches Anti-Aging.

 

MeTime: wie Du die Ruhe zurückrufst

Die schönste Nachricht zuerst: Diese Ruhe kannst Du selbst herbeirufen. Atme einmal länger aus, als Du einatmest, um das Schwere aus Deinem Körper weichen zu lassen. Nach wenigen Atemzügen antwortet Dein Körper: Die Schultern sinken, die Brust wird ruhiger. Dein langsamer Atem ist wie eine sanfte Brise, die durch die Gassen streift und Deiner HautStadt mitteilt, dass alles gut ist.

Denn wenn so viele Welten auf einmal auf Dich einstürzen, hilft ein einfaches Atmen. Unser Bewusstsein kann nicht so gut unterscheiden, ob etwas real ist oder ob wir es nur sehen. Als ich begonnen habe, diese vielen Welten in meinem Leben durch etwas Reales auszutauschen, wurden die Tage sinnvoller. Etwas mit den eigenen Händen tun. Eine Handvoll Salz, ein paar Tropfen Öl, ein Duft, der aufsteigt, und Du bist mit einem Mal nur noch im Hier und Jetzt. In der Gegenwart und in Deinem eigenen Leben. Das ist Meditation im Tun, eine Verbindung mit Dir und der Natur und ein bewusster Umgang mit Deiner Lebenszeit.

Wie Du Dir diesen Moment selbst bereitest, zeige ich Dir hier: Wenn Deine Hände etwas erschaffen.

 

Wenn Du diese Ruhe leichter in Deinen Alltag holen möchtest, lade ich Dich ein, mich und die HautStadt persönlich näher kennenzulernen.

 

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Häufige Fragen zu Stress und Haut

 

Kann Stress die Haut altern lassen?

Hält Stress lange an, bleibt der Cortisolspiegel hoch, und das Hormon bremst den Aufbau von Kollagen und treibt seinen Abbau voran. Das tragende Gerüst der Haut wird dünner, und Falten zeichnen sich früher ab. Ruhephasen, in denen der Cortisolspiegel wieder sinkt, geben dem Bindegewebe Raum, sich zu erholen.

 

Macht Stress unreine Haut?

Unter anhaltendem Stress lässt Cortisol mehr Talg fließen, und die Hautbarriere wird durchlässiger. Beides begünstigt unreine Haut und Rötungen. Beruhigt sich das Innere wieder, beruhigt sich oft auch das Hautbild.

 

Was hilft gestresster Haut?

Am tiefsten wirkt, was den Cortisolspiegel senkt: ruhige, lange Atemzüge, Schlaf, Bewegung, Tageslicht, etwas selber machen, zum Beispiel Naturkosmetik, und Pausen ohne neue Reize. Von außen tut eine milde Pflege gut, die die Hautbarriere stützt, ohne sie zusätzlich zu fordern.

 

Deine Ivonne

PS: Du darfst in Deiner WohlfühlHaut ankommen. 👣

 

Quellen

Hinweis

Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Hautproblemen, Allergien oder Unverträglichkeiten konsultiere bitte eine fachkundige medizinische Person.