DIY Naturkosmetik selber machen bedeutet, Pflege wie Badesalz, Körperöl oder Peeling aus wenigen, milden Zutaten in der eigenen Küche herzustellen. Für Deine Haut zählt dabei vor allem, dass Du jede Zutat selbst wählst und Deine Hautbarriere so von außen mild nährst. Für Dich selbst wird daraus oft mehr als ein Rezept, denn beim Rühren und Mischen kehrt Deine Aufmerksamkeit ganz zu Dir zurück.

Hallo MenschLicht,

stell Dir einen ruhigen Nachmittag vor. Eine Tasse Tee steht neben Dir, das Licht fällt weich durch das Fenster. Vor Dir steht eine kleine Schüssel mit Salz, daneben ein Fläschchen Öl. Du gibst ein paar Tropfen hinein und rührst langsam mit einem Löffel. Der Duft von Lavendel steigt auf, und für einen Moment wird alles still.

 

DIY Naturkosmetik selber machen: Wenn Deine Hände etwas erschaffen

Es gibt etwas Besonderes daran, wenn unsere Hände etwas erschaffen. Als Kinder kannten wir dieses Gefühl, es war ganz selbstverständlich, beim Malen, beim Backen, beim Basteln. Dieses Staunen: „Das habe ich gemacht.“ Diese Fähigkeit, aus einfachen Dingen etwas Neues werden zu lassen, trägst Du in Dir, seit Du geboren wurdest. Sie macht Dich nicht erst wertvoll, sie gehört zu Deiner Würde, ganz gleich, was am Ende in der Schüssel steht.

 

Warum wir das Selbermachen von Naturkosmetik oft verlernen

Im Erwachsenenleben verlieren wir diesen Moment oft. Zu viele Aufgaben, zu wenig Zeit, und ein Regal voller fertiger Produkte, die schneller griffbereit sind als jedes Rezept. Werbung verspricht die schnelle Lösung in der nächsten Tube, und das eigene Herstellen wirkt daneben wie ein Umweg. Doch genau hier kann DIY-Naturkosmetik wieder ansetzen: als Zeit und Raum für Dich, als Me-Time, in der Deine Seele nachkommen darf.

 

Achtsamkeit beim DIY Naturkosmetik selber machen

Wenn Du eine Mischung aus Öl und Pflanzen herstellst, geschieht etwas sehr Einfaches: Du wirst langsamer. Du riechst den Duft, Du spürst die Textur des Öls und beobachtest, wie sich die Zutaten verbinden. Deine Aufmerksamkeit wandert zurück zu Dir selbst.

 

Selbstfürsorge beim Badesalz selber machen

Oft wird Selbstfürsorge mit großen Veränderungen verbunden, mit neuen Routinen, neuen Programmen, neuen Vorsätzen.

 

Dabei beginnt wahre Selbstfürsorge in ganz alltäglichen Handlungen, in einem kleinen Moment. Wenn Du Dir Zeit nimmst, ein Öl zu mischen. Wenn Du später am Abend Deine Haut damit einreibst und Dich erinnerst: Ich habe das für mich gemacht. Ich habe mir diesen Moment geschenkt.

 

Was Deine Hautbarriere braucht, wenn Du Naturkosmetik selber machst

In Deiner HautStadt wohnt Frau Hornzelle auf der Stadtmauer, sie bildet Deine Hautbarriere und nährt sich von außen, über das, was Du auf Deine Haut auflegst. Ein selbstgemischtes Öl aus wenigen pflanzlichen Zutaten kommt ihr entgegen, weil Du jede einzelne Zutat selbst bestimmst, klar und überschaubar, fernab von Konservierungsstoff-Cocktails und Duftgemischen aus der Massenproduktion.

 

Unsere Haut reagiert außerdem sehr sensibel auf unsere innere Verfassung. Anhaltender Stress kann die Hautbarriere schwächen und sie durchlässiger und empfindlicher machen. Wenn Du Dir bewusst Zeit zum Rühren und Mischen nimmst, wirkt das doppelt: Deine Haut bekommt eine milde, nährende Pflege, und Dein Nervensystem bekommt einen Moment der Ruhe.

Wie DIY Naturkosmetik selber machen Deine Pflege-Routine verändert

Wenn wir beginnen, unsere Haut bewusster zu pflegen, verändert sich oft auch unser Blick auf uns selbst. Wir schenken uns Aufmerksamkeit, weil uns bewusst wird, dass wir uns wertschätzen dürfen. Genau diese Haltung trägt auch Wasser, Salz und Öl, die drei Bausteine, die Deine Haut jeden Tag braucht, ob aus der eigenen Küche oder aus der Pflege danach.

 

Badesalz selber machen: Ein einfaches Lavendel-Ritual für Zuhause

Was Du brauchst

  • 4 EL Salz (Meersalz oder Speisesalz)
  • 3 bis 4 EL eines milden Pflanzenöls, etwa Mandel- oder Jojobaöl
  • 3 bis 5 Tropfen Lavendelöl
  • ein kleines, verschließbares Glas

So entsteht Dein Ritual

  1. Gib das Salz in das Glas und füge das Pflanzenöl langsam hinzu.
  2. Tropfe das Lavendelöl dazu und rühre langsam, bis sich alles verbindet.
  3. Verschließe das Glas und lagere die Mischung an einem kühlen, dunklen Ort. Rühre sie vor jeder Anwendung kurz auf.
  4. Trage eine kleine Menge auf feuchte Haut auf und spüle sie danach ab.

Bevor Du startest

Teste jede neue Mischung zuerst auf einer kleinen Hautstelle, etwa der Innenseite des Unterarms, und warte einen Tag ab. Lavendelöl und andere ätherische Öle können bei manchen Menschen die Haut reizen, deshalb verdünnst Du sie immer mit einem Trägeröl, bevor sie auf die Haut kommen.

 

Mehr als ein Produkt: Was DIY Naturkosmetik Dir schenkt

DIY-Naturkosmetik ist deshalb mehr als das Herstellen eines Produktes. Sie ist eine Einladung, Dir selbst zuzuhören: Deinen Bedürfnissen, Deinem KörperUniversum und auch Deiner HautStadt.

 

Dein nächster Schritt: Der Workshop „Magie der ersten Schritte“

Wenn Du Lust hast, nicht nur dieses eine Ritual, sondern noch mehr DIY-Rezepte Schritt für Schritt in Videos mit mir umzusetzen, dann ist der Workshop „Magie der ersten Schritte“ genau dafür da.

Zum Workshop „Magie der ersten Schritte“

 

Häufige Fragen zu DIY Naturkosmetik selber machen

Ist selbstgemachte Naturkosmetik genauso sicher wie gekaufte Pflege?

Mit wenigen, milden Zutaten und einem Verträglichkeitstest vorab kannst Du sie sicher anwenden. Ohne industrielle Konservierung ist sie empfindlicher und hält sich kürzer, deshalb lohnt sich immer ein Blick auf Menge und Lagerung.

 

Wie lange ist ein selbstgemachtes Badesalz oder Körperöl haltbar?

Eine reine Öl-Salz-Mischung ohne Wasseranteil hält sich, kühl und dunkel gelagert, mehrere Wochen. Sobald Wasser oder frische Pflanzenteile dazukommen, verkürzt sich die Haltbarkeit deutlich. Mehr dazu in Konservierung in der Naturkosmetik: Sicher rühren.

 

Welche Zutaten eignen sich für einen ersten Versuch?

Ein einziges mildes Pflanzenöl, etwas Salz und wenige Tropfen eines gut verträglichen ätherischen Öls wie Lavendel reichen für den Anfang völlig aus.

 

Deine Ivonne

PS: Du darfst in Deiner WohlfühlHaut ankommen. 👣

 

Hinweis

Dieser Beitrag ersetzt keine dermatologische Beratung. Bei bestehenden Hautproblemen oder anhaltenden Reaktionen hole Dir ärztlichen Rat.

Quellen