Ein Salz-Öl-Peeling machst Du aus nur drei Zutaten: feinem Meersalz, einem Pflanzenöl und einigen Tropfen ätherischem Lavendelöl. Das Salz löst abgestorbene Hautzellen, das Öl pflegt und hinterlässt einen feinen Schutzfilm. Sanft unter der Dusche in die feuchte Haut einmassiert, wird daraus ein kleines Pflegeritual.
Hallo MenschLicht,
manche Begegnungen mit einer Pflanze beginnen unter warmem Wasser, wenn Deine Hände über Deine Haut gleiten und der Duft von Lavendel langsam aufsteigt. Ein einfaches Salz-Öl-Peeling kann genau so ein Moment sein.
Warum ein Peeling so gut zum Anfang passt
Die HautStadt erneuert sich ständig. Neue Zellen entstehen in der Tiefe und wandern langsam nach oben. An der Oberfläche werden sie zu Hornzellen und damit Teil der schützenden Mauer Deiner HautStadt.
Mit der Zeit lösen sich diese Zellen von selbst. Mitunter bleiben sie jedoch länger liegen, als der Körper es eigentlich vorgesehen hat. In der HautStadt ist es Frau Hornzelle, die diese äußerste Schicht bildet und Tag für Tag geduldig loslässt, was nicht mehr gebraucht wird. Ein Peeling hilft dabei, diese Schicht sanft zu lösen. Die Haut wirkt danach glatter und frischer, und Pflege kann wieder leichter aufgenommen werden. Besonders an Stellen mit viel Beanspruchung, etwa an Ellenbogen oder Knien, zeigt sich das deutlich.

Salz und Öl, zwei einfache Helfer
Ein Salz-Öl-Peeling besteht aus zwei Grundelementen, die sich in ihrer Wirkung wunderbar ergänzen. Anders als Peelings mit Mikroplastik verbinden sich Salz und Öl vollständig mit Wasser und Umwelt, ganz ohne Rückstände.
Salz
Die feinen Kristalle lösen abgestorbene Hautzellen von der Oberfläche. Naturbelassenes feines Stein- oder Meersalz enthält zudem verschiedene Mineralstoffe.
Öl
Das Öl sorgt dafür, dass das Salz sanft über die Haut gleitet, und hinterlässt nach dem Peeling einen feinen Pflegefilm. So bleibt die Haut geschmeidig und muss oft gar nicht zusätzlich eingecremt werden. Wie Du für Deinen Hauttyp zwischen Öl und Creme wählst, liest Du in einem eigenen Beitrag.
Lavendel als Begleiter
Lavendel ist eine Pflanze der Übergänge und begleitet Momente zwischen Anspannung und Ruhe. Seit Jahrhunderten wird er in der Volksheilkunde für die Haut und für ruhigen Schlaf verwendet. Sein Duft wirkt beruhigend über den Geruchssinn direkt auf das Nervensystem. Und auch auf der Haut zeigt Lavendel eine besondere Qualität: Eine Studie fand Hinweise darauf, dass Lavendelöl Prozesse der Wundheilung unterstützen kann.
In einem Peeling verbindet sich diese Qualität mit der Berührung der Haut, dem Duft, der Bewegung der Hände und dem warmen Wasser. So wird aus einer einfachen Anwendung ein kleiner Übergangsmoment im Alltag.
Ein einfaches Lavendel-Peeling
Für dieses Peeling brauchst Du nur wenige Zutaten, die Du wahrscheinlich schon zuhause hast oder leicht im Drogeriemarkt findest. Diese Mischung aus Salz und Öl im Verhältnis drei zu eins hat sich als besonders angenehm auf der Haut erwiesen.
Zutaten
- 150 g feines Meersalz
- 50 g Pflanzenöl (z. B. Sonnenblumenöl, Mandelöl oder Olivenöl)
- 5 bis 8 Tropfen naturreines ätherisches Lavendelöl
So stellst Du Dein Salz-Öl-Peeling selbst her

Gib das Salz in eine Schüssel. Füge das Pflanzenöl und das ätherische Lavendelöl hinzu und vermische beides achtsam mit einem Löffel. Die Konsistenz sollte an feuchten Sand erinnern. Fülle das Peeling anschließend in ein sauberes Glas und beschrifte es mit Namen und Produktionsdatum.
So wendest Du das Salz-Öl-Peeling richtig an
Am schönsten ist die Anwendung unter der Dusche oder in der Badewanne. Befeuchte zuerst Deine Haut und nimm dann eine kleine Menge Peeling in Deine Hände. Massiere es mit kreisenden Bewegungen sanft und ohne Druck ein. Das Salz löst abgestorbene Zellen, das Öl pflegt die Haut.
Danach spülst Du alles mit warmem Wasser ab und tupfst die Haut nur leicht trocken. Es bleibt ein zarter Pflegefilm zurück. Am Abend, kurz vor dem Schlafengehen, wirkt das Ritual besonders entspannend, weil der Lavendelduft dann auch beim Einschlafen noch nachklingt.
Bei frisch rasierter, sehr empfindlicher oder verletzter Haut lässt Du das Peeling lieber aus und wartest, bis sich die Haut wieder beruhigt hat. Auch bei Sonnenbrand oder akuten Hautreizungen ist etwas Geduld die bessere Wahl.
Ein Moment für Dich
Solche kleinen Rituale wirken oft unscheinbar, und doch können sie etwas verändern: der Duft einer Pflanze, die Aufmerksamkeit für den eigenen Körper. Genau darin liegt in meinen Augen die eigentliche Kraft dieser einfachen Anwendungen. Sie liegt im Moment, den Du Dir schenkst, mehr noch als im Produkt selbst.
Deine Haut erneuert sich jeden Tag von selbst, ganz ohne dass Du etwas dafür tun musst. Diese ständige Erneuerung ist in Deinem Körper angelegt. Ein Peeling holt diesen natürlichen Rhythmus nur sanft ein Stück weiter hervor. So darfst Du Dir neu begegnen, so wie Deine Haut es längst tut.

Wenn Du tiefer einsteigen möchtest
Dieses Peeling ist oft der erste Schritt in die Welt der selbstgemachten Hautpflege. Wenn Du mehr darüber lernen möchtest, wie einfache Naturzutaten zu kleinen Pflegeritualen werden, kann Dich mein Workshop begleiten.

→ Workshop „Magie der ersten Schritte“
Dort zeige ich Dir mehrere einfache Anwendungen, die Du Schritt für Schritt selbst herstellen kannst, ganz ohne komplizierte Ausrüstung und mit dem, was Du wahrscheinlich zu 80 bis 90 % in Deiner Küche hast.
Häufige Fragen zum Salz-Öl-Peeling
Wie mache ich ein Salzpeeling selber?
Vermische etwa 150 g feines Meersalz mit 50 g Pflanzenöl und 5 bis 8 Tropfen ätherischem Lavendelöl, bis die Masse an feuchten Sand erinnert. Fülle alles in ein sauberes, beschriftetes Glas.
Welches Salz und welches Öl eignen sich?
Nutze feines, naturbelassenes Stein- oder Meersalz und ein gut verträgliches Pflanzenöl wie Sonnenblumen-, Mandel- oder Olivenöl.
Wie oft sollte ich ein Salz-Öl-Peeling anwenden?
Einmal pro Woche genügt. Massiere es sanft und ohne Druck in die feuchte Haut, spüle mit warmem Wasser ab und tupfe die Haut nur leicht trocken.
Wie lange ist selbst gemachtes Salzpeeling haltbar?
Bewahre das Peeling trocken, kühl und gut verschlossen auf. Entnimm es mit sauberen, trockenen Händen oder einem Spatel. Gelangt Wasser ins Glas oder verändert sich Geruch oder Aussehen, entsorgst Du es lieber.
Kann ich das Peeling auch im Gesicht verwenden?
Für das Gesicht ist die Haut meist zu empfindlich für ein grobes Salzpeeling. Nutze dort besser ein feineres Zucker- oder Enzympeeling, das die Gesichtshaut schonender behandelt.
Deine Ivonne
PS: Du darfst in Deiner WohlfühlHaut ankommen. 👣
Quellen
- Koulivand, P. H., Khaleghi Ghadiri, M. & Gorji, A. (2013): Lavender and the Nervous System https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23573142/
- Mori, H. M. et al. (2016): Wound healing potential of lavender oil https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27229681/
Hinweis
Die Inhalte dieses Artikels dienen der allgemeinen Information über Pflanzen und Hautpflege. Sie ersetzen keine medizinische Beratung. Bei Hauterkrankungen oder Allergien wende Dich bitte an eine fachkundige medizinische Person.






