Eine Kollagencreme pflegt vor allem die Hautoberfläche. Sie kann Feuchtigkeit binden, das Hautgefühl glätten und die Haut weicher wirken lassen. Natives Kollagen ist zu groß, um durch die Hautbarriere bis zu den Fibroblasten in der Lederhaut zu gelangen. Hydrolysierte Kollagenfragmente haben andere Eigenschaften, ersetzen das tragende Kollagengerüst in der Lederhaut jedoch ebenfalls nicht. Die eigene Kollagenbildung unterstützt Du durch eine ausgewogene Ernährung und Schutz vor UV-Strahlung.

Hallo MenschLicht,

Du stehst vor einem Drogerieregal. In der Hand ein Tiegel, auf dem Deckel ein goldenes Wort: Kollagen. Kennst Du diesen kleinen Hüpfer der Hoffnung, dieses Versprechen, damit zurückzuholen, was die Jahre mitgenommen haben?

Ich habe vor genau diesem Regal gestanden, öfter, als ich zugeben mag. Tiegel um Tiegel ist bei mir eingezogen, jeder mit demselben Versprechen im Gepäck.

Heute weiß ich, dass Deine Festigkeit sich von außen nur schwer einstreichen lässt, und das ist eine gute Nachricht. Es nimmt den Druck, das eine Wundermittel finden zu müssen. Ich nehme Dich mit an den Ort, an dem Festigkeit wirklich entsteht: tief in Deine Haut, in die Werkstatt von Frau Kollagen.

 

Was eine Kollagencreme an Deiner Haut wirklich kann

Kollagen ist das Eiweiß, das Deine Haut prall und fest hält. Mit den Jahren bildet Deine Haut weniger davon, das Gewebe wird lockerer, die Spannkraft lässt nach, und die erste feine Falte zieht ihre Spur. Ein natürlicher Lauf.

Genau in diesem Moment ruft eine Stimme vom Markt herüber: „Hier, ein Tiegel, und alles ist wieder wie früher.“ Sie klingt verlockend, weil sie es sich so einfach macht.

Was eine gute Creme wirklich leistet, ist trotzdem wertvoll. Sie legt sich oben auf die Haut, bindet dort Wasser, glättet das Hautgefühl und lässt die Haut für eine Weile praller aussehen. Diese Pflege von außen tut Deiner Hautbarriere gut. Welche Creme oder welches Öl dafür zu Dir passt, liest Du in Gesichtsöl oder Gesichtscreme.

Nur das tragende Gerüst erreicht so eine Creme nicht. Dafür müssen wir eine Etage tiefer schauen.

 

Wo Deine Hautfestigkeit entsteht

Komm einen Schritt mit nach unten, ins Herz der HautStadt. Hier, im Lederhautdorf, steht die Werkstatt von Frau Kollagen, und den ganzen Tag klappern ihre Webstühle. Diese mittlere Schicht Deiner Haut heißt fachlich Lederhaut oder Dermis. Frau Kollagen steht für das Kollagen- und Elastingerüst, das Deiner Haut Festigkeit und Elastizität gibt.

Frau Kollagen hält zwei Fäden ins Licht. Der erste ist kräftig und trägt. „Der gibt der ganzen Stadt ihr Gerüst“, sagt sie. Das ist das Kollagen. Der zweite Faden ist federnd und schnellt zurück, sobald sie ihn loslässt. Das ist das Elastin. Erst beide miteinander verwoben ergeben eine Haut, die fest und geschmeidig zugleich ist.

Über der Werkstatt liegt Deine Hautbarriere, die Mauer Deiner HautStadt zur Welt. Die Kollagenmoleküle einer Creme sind zu groß, um durch diese Mauer zu passen. Sie bleiben oben am Tor stehen und pflegen dort, wo sie ankommen.

Deshalb wächst Festigkeit von innen. Frau Kollagen webt sie Faden um Faden, und Du reichst ihr das Material dafür.

 

Wie Du Deine Kollagenbildung von innen stärkst

Frau Kollagen webt unermüdlich. Sie braucht Nachschub, und den lieferst Du, dreimal am Tag mit Messer und Gabel und mit Deiner Lebensart. Hier sind ihre liebsten Lieferungen.

 

Eiweiß: die Bausteine für neue Fäden

Jeder Faden beginnt als Eiweiß. Frau Kollagen knüpft ihre Fäden aus den Eiweißbausteinen, die über Deine Blutbahn ins Lederhautdorf gelangen. Belade ihren Tisch gut: ein Ei zum Frühstück, Hülsenfrüchte in der Suppe, ein Löffel Joghurt, ein Stück Fisch und eine Handvoll Walnüsse. So hat sie täglich Material am Webstuhl.

 

Vitamin C: ein Cofaktor für die Kollagenbildung

Vitamin C braucht Deine Haut, um Kollagen herzustellen. Es hilft Enzymen dabei, Kollagenfasern stabil aufzubauen. Du findest es in Paprika, Beeren, Brokkoli, Zitrusfrüchten und Hagebutten. Zusammen mit eiweißhaltigen Lebensmitteln entsteht daraus eine gute Grundlage für die körpereigene Kollagenbildung.

 

Glykation: wenn Kollagen an Elastizität verliert

Bei dauerhaft erhöhtem Blutzucker können sich Zuckerreste an Kollagenfasern anlagern. Die Fachwelt nennt diesen Vorgang Glykation. Dadurch verändern sich die Eigenschaften des Kollagens: Es wird steifer und verliert an Elastizität. Eine ausgewogene Ernährung unterstützt die allgemeine Stoffwechselgesundheit, ohne dass ein einzelnes Lebensmittel über Deine Haut entscheidet.

 

Sonnenschutz: das Gerüst vor UV bewahren

UVA-Strahlung dringt bis in die Lederhaut vor und beschleunigt Prozesse der Hautalterung. Täglicher Sonnenschutz hilft, Deine Haut vor UV-bedingten Schäden zu schützen und ist einer der wirksamsten Schritte für den Erhalt des Kollagengerüsts.

 

Lebensstil: die Haut als Ganzes versorgen

Ausreichender Schlaf, Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und Sonnenschutz unterstützen Deine Haut als lebendiges Organ. Sie ergänzen Pflege von außen und geben Deiner Haut gute Bedingungen für ihre natürlichen Prozesse. Wie Du Deine Haut rundum von innen versorgst, vertieft gesunde Haut von innen.

 

Frieden mit dem Spiegel: was Deine Haut wirklich trägt

Am Ende eines langen Tages steht in der HautStadt eine junge Frau vor einem verzogenen Spiegel und glaubt ihm zum ersten Mal nicht ganz. Sie erkennt, woher das verbogene Bild kommt: von einem kalten Schleier auf dem Glas und von einer fremden Stimme, die von „weniger“ und „strenger“ lebt. Es ist dieselbe Stimme, die uns vom Markt einen Tiegel zuruft.

„Eine glatte Haut macht niemanden satt“, sagt Frau Kollagen zu ihr. Was Dich wirklich trägt, wächst von innen: in Deinen Muskeln, in Frau Kollagens Fäden und in dem Frieden, mit dem Du Dir selbst im Spiegel begegnest.

Wenn Frau Kollagen mit den Jahren langsamer webt, zeigt sich die eine oder andere feine Falte. Sie ist die Spur eines gelebten Lebens. Was würde sich ändern, wenn Du Deiner Haut beim nächsten Blick in den Spiegel einmal dankst, statt sie zu prüfen? Genau dieses Ankommen bei Dir nenne ich WohlfühlHaut.

Wenn Du Frau Kollagen und die ganze HautStadt näher kennenlernen willst, komm hier hinein.

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Häufige Fragen zu Kollagen Creme Wirkung

 

Bringt eine Kollagencreme überhaupt etwas?

Ja, an der Oberfläche. Sie bindet Feuchtigkeit und macht das Hautgefühl glatter und weicher. Das tragende Gerüst in der Lederhaut bleibt davon unberührt, weil die Kollagenmoleküle zu groß für den Weg dorthin sind.

 

Kann ich Kollagen von innen aufbauen?

Du kannst die körpereigene Kollagenbildung unterstützen. Eiweiß liefert Aminosäuren als Bausteine, Vitamin C ist für die Kollagensynthese nötig und Sonnenschutz schützt vor UV-bedingtem Kollagenabbau. Deine Haut bildet Kollagen selbst.

 

Was lässt Kollagen schneller abbauen?

Vor allem UV-Strahlung, Rauchen und Glykation tragen zum Kollagenabbau und zu Veränderungen der Kollagenfasern bei. Sonnenschutz und ein gesundheitsfördernder Lebensstil geben Deiner Haut gute Voraussetzungen.

 

Deine Ivonne

PS: Du darfst in Deiner WohlfühlHaut ankommen. 👣

 

Quellen

Hinweis

Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Hautproblemen, Allergien oder Unverträglichkeiten konsultiere bitte eine fachkundige medizinische Person.