DIY Naturkosmetik kann ein Weg raus aus dem Produktoverload sein. Wenn Du verstehst, was Deine Hautbarriere gerade braucht, wird es wieder einfach. Ein kleiner Schritt reicht, um in Deiner WohlfühlHaut anzukommen.
Hallo MenschLicht,
ich erinnere mich an diese Phase, in der ich meine Haut am liebsten überdeckt hätte. Sie spannte, war unruhig und sensibel, und ich hatte das Gefühl: Egal was ich auftrage, es wird nur noch komplizierter.
Dann kam die Zeit, als ich keine konventionelle Kosmetik mehr verwenden wollte. Damals gab es noch nicht so viel Naturkosmetik, also begann ich, selbst zu rühren. Doch ich wollte es sofort richtig machen: am liebsten gleich eine Sonnencreme mit Zinkoxid und dazu noch Make-up.
Und dann kam die Überforderung. Zu viele Rohstoffe, zu viele Schritte, zu wenig Verständnis dafür, was ich da eigentlich tue. Am Ende standen Produkte für den Müll in meiner Küche, und ich hatte ordentlich zu putzen, weil ich das falsche Werkzeug verwendete. Weil ich ohne Kompass gestartet bin.
Warum ich überhaupt angefangen habe
Es war ein wenig Verzweiflung und gleichzeitig der Reiz, die Magie des Neuen und Unbekannten. Ich hatte Produkt um Produkt ausprobiert. Doch je mehr ich die Etiketten las und mit Hilfe von Google die INCIs übersetzte, desto weniger fühlten sich diese Produkte nach Hautpflege an: teure Cremes mit Erdöl, dermatologisch getestete Lotionen mit Konservierungsstoffen, die auch für Kleber verwendet werden, und die einzig wahre 10-step-skin-care-Routine mit Mikroplastik. Nichts fühlte sich wirklich stimmig an.
Naturkosmetik gab es damals noch nicht in dieser Breite. Ich fühlte mich ein wenig hilflos: Die konventionellen Produkte wollte ich nicht mehr verwenden, und passende Naturkosmetik fand ich nicht. DIY war eigentlich nicht mein Plan, doch ich versuchte es, um wieder Orientierung zu finden.
Zu Beginn ging das gewaltig schief, denn ich begann bei den High-End-Produkten. Und so war irgendwann klar: Ich brauche Wissen. Nicht noch einen neuen Rohstoff oder ein neues Fachbuch, bei dem ich 80 % nicht verstand, sondern fundiertes, grundlegendes, praktisches Wissen. Also habe ich die Ausbildung zur Naturkosmetikproduzentin gemacht, und genau da begann sich alles zu drehen.
Der erste Schritt: Verstehen, was meine Haut wirklich gebraucht hat

Ich wollte, dass es aufhört: das Spannen, die Unreinheiten, dieses Gefühl, dass ich immer mehr machen muss. Heute sehe ich es klarer: Meine HautStadt war überreizt. Zu viele unterschiedliche Kosmetika, ein zu häufiger Produktwechsel und zu viele Inhaltsstoffe, die meine Haut nicht nährten.
Was sie gebraucht hat, war weniger: weniger Wirkstoffe, weniger Produkte und mehr Inhaltsstoffe, die sich nach Nahrung anfühlten.
Der zweite Schritt: Weniger wollen
Mein erster Schritt war kein Rezept, sondern eine einzige Frage. Statt Sonnencreme, Make-up oder fünf Rohstoffen auf einmal fragte ich mich: Was braucht meine Hautbarriere heute wirklich? Und dann begann ich, in einfachen Schritten zu arbeiten.
Der dritte Schritt: Einfache Produkte mit Rohstoffen aus Küche und Natur

Produkt 1: Salz-Öl-Peeling für den Körper
Für den Körper war ein Salz-Öl-Peeling ein guter Einstieg, weil ich sofort gespürt habe, wie sich „Loslassen“ auf natürliche Weise anfühlen kann. Ich schaffte Platz für Neues, und das ohne die Umwelt mit Mikroplastik zu belasten.
Ein Salz-Öl-Peeling ist der perfekte erste Schritt. Du hast alles in der Küche, und Du merkst schnell, ob es Dir Freude macht, selbst etwas mit Deinen Händen zu erschaffen.
Produkt 2: Lippenpflege, die ich wirklich vertragen habe
Ermutigt von diesem einfachen Start wagte ich mich an Lippenpflege: Bienenwachs, Kakaobutter und pflanzliches Öl schmelzen lassen, abfüllen, fertig.
Sie war zu Beginn nicht perfekt, ein bisschen zu fest, das zweite Mal zu weich. Aber nach einigen Versuchen hatte sie die perfekte Konsistenz und sie war meine.

Sie nährte meine Lippen. Es war das erste Mal, dass ich bemerkte, dass ich gar nicht so oft nachpflegen muss wie bei konventionellen Lippenpflegestiften. Ich hatte pflanzliche Öle statt Erdöl verwendet, und diese nähren wirklich. Sie lassen die Haut atmen.
Der vierte Schritt: Bewusst machen, was sich verändert hat
So wagte ich mich immer weiter in die DIY Naturkosmetik vor. Es dauerte eine Zeit, bis ich wirklich Sonnencreme und Make-up herstellte. Aber es hat mir Freude gemacht, meine Fortschritte zu sehen, und natürlich wurde meine Haut besser. Sie beruhigte sich und fühlte sich wieder nach ZuHause an.
Gleichzeitig veränderte sich etwas in mir. Ich wurde klarer, achtsamer und freier: frei von der Abhängigkeit von Produkten, die ich nicht verstehe, und frei von dem Gefühl, dass meine Haut gegen mich arbeitet. Denn ich begann, meine Haut zu verstehen und sie als lebendige Stadt wahrzunehmen.
Die wichtigste Erkenntnis
DIY Naturkosmetik ist für mich kein Bastelhobby. Es ist ein Weg, die Haut wieder zu verstehen, mit der Natur in Kontakt zu kommen und meinen ganz eigenen Kompass zu finden. Wenn Du verstehst, wie Deine Haut funktioniert, wird Hautpflege plötzlich klar. Dann weißt Du, warum Du etwas rührst und wann Du es besser lässt. Ein Schritt nach dem anderen.

Dein erster eigener Schritt
Wenn Du gerade im Produktoverload steckst, dann mach es klein und brich es auf die einzelnen Komponenten herunter. Studiere die INCI, also die Inhaltsstoffe Deiner Produkte, und entscheide dann: Willst Du diese Inhaltsstoffe Deiner HautStadt wirklich zum Essen geben? Wenn ja, behalte das Produkt. Wenn nein, lass es los. So wird Platz frei für das, was Du wirklich liebst.
Und wenn Du DIY ausprobieren willst, starte nicht mit einem großen Projekt wie Sonnencreme oder Make-up, sondern mit einem einfachen Schritt. Ein Salz-Öl-Peeling ist der perfekte Anfang. Beobachte danach, wie sich Deine Haut anfühlt.
DIY Naturkosmetik für Anfänger: Lass mich Dir helfen
Ich habe den Workshop „Die Magie der ersten Schritte“ genau dafür entwickelt: damit Du nicht raten musst, Dich sicher fühlst und Deine Haut verstehen lernst. Denn wie heißt es so schön: Du musst die Regeln zuerst kennen, um sie brechen zu können.
Im Workshop lernst Du herzustellen:
- ein Fruchtsäure-Peeling
- Lippenpflege
- eine natürliche Deocreme
- ein Gesichtsöl
- ein Gesichtswasser
Alles Schritt für Schritt im Video, mit PDF-Workbook.

Ja, ich bin bereit für meine ersten Schritte
Häufige Fragen zu DIY Naturkosmetik für Anfänger
Womit fange ich am besten an?
Starte mit einem einfachen Produkt statt mit Sonnencreme oder Make-up. Ein Salz-Öl-Peeling für den Körper ist der ideale erste Schritt, weil Du alle Zutaten in der Küche hast und schnell ein Erfolgserlebnis spürst.
Was brauche ich für den Einstieg in DIY Naturkosmetik?
Weniger, als Du denkst. Wichtiger als viele Rohstoffe ist Verständnis dafür, was Deine Hautbarriere gerade braucht, dazu saubere Utensilien, kleine Mengen und einfache Zutaten aus Küche und Natur.
Wie vermeide ich Überforderung am Anfang?
Mach es klein und gehe Schritt für Schritt. Reduziere zunächst Deine bestehende Pflege, prüfe die INCI Deiner Produkte und rühre dann ein einziges einfaches Produkt, bevor Du Dich an komplexere Rezepte wagst.
Deine Ivonne
PS: Du darfst in Deiner WohlfühlHaut ankommen. 👣
Hinweis
Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Hautproblemen, Allergien oder Unverträglichkeiten wende Dich bitte an eine fachkundige medizinische Person.






