Haut von innen pflegen heißt, sie über die Ernährung mit guten Bausteinen zu versorgen, aus denen sie Schutz und Festigkeit baut. Gutes Eiweiß, hochwertige Fette aus Leinöl, Walnüssen und Fisch sowie Gemüse, Obst und genug Wasser stärken Deine Haut von innen. Und es gibt eine zweite Nahrung, die von keinem Teller kommt: das Gefühl, gesehen zu werden, und ein Leben, das für Dich Sinn hat. Beides zusammen trägt Deine Haut.

Hallo MenschLicht,

ich glaube, wir haben das Pflegen der Haut lange zu eng gedacht. Wir cremen von außen und hoffen, dass es reicht. Dabei beginnt Deine Haut viel weiter innen, an einem Ort, den kein Spiegel zeigt.

Es gibt diesen einen Moment am Abend. Der Tag war lang, der Kühlschrank ruft, und Du isst etwas Schnelles im Stehen. Kurz darauf ist der Hunger wieder da, obwohl der Bauch voll ist. Womöglich kennst Du das. Diese kleine Szene erzählt über das Nähren Deiner Haut mehr als jede Inhaltsliste.

Heute nehme ich Dich mit ins Unterhautdorf, ganz unten in der HautStadt. Dort wohnt Herr Fett, und er kennt eine Wahrheit, die unter dem Offensichtlichen liegt: Die wichtigste Kost kommt oft von keinem Teller.

 

An Herrn Fetts Tisch

Im Unterhautdorf, im warmen Tal der HautStadt, wohnt Herr Fett. In Deiner Haut ist er das Unterhautfettgewebe, die unterste Schicht, die Dich wärmt, polstert und von innen trägt.

An einem Morgen roch seine Stube nach frischem Brot. Er zog ein dunkles Sauerteigbrot aus dem Ofen und klopfte auf die Kruste. „Das braucht seine Zeit“, sagte er. „Einen Tag geht der Teig, ehe er so wird.“ Dann deckte er den Tisch in aller Ruhe. Ein Aufstrich aus Avocado, Gemüse in Streifen, Obst in Schalen, eine Handvoll Nüsse, dazu Tee und ein Glas frisch gepresster Saft. „Iss in Ruhe“, sagte er. „Hier hastet niemand.“

Während das Brot noch dampfte, kam eine Nachbarin über den Hof. Ihre Schultern hingen, ihr Gesicht war grau. Herr Fett legte die Arbeit beiseite, setzte sich mit ihr an den Ofen und hörte ihr einfach zu. Er sagte wenig. Als sie ging, stand sie aufrechter, und Farbe war in ihr Gesicht zurückgekehrt.

Er hatte ihr nichts zu essen gegeben, und doch ging sie satt. „Ihr Hunger galt keinem Brot“, sagte er später. „Es gibt eine Kost, die von keinem Teller kommt. Ein gutes Wort, ein offenes Ohr, eine Hand auf der Schulter.“

Genau so ist Deine Haut. Was Du Herrn Fett gibst, verwandelt er langsam in Schutz und Halt. Was heute auf Deinem Teller liegt, zeigt sich erst Wochen später an der Oberfläche. Und manches, was Deine Haut ruhig und weich macht, lag nie auf einem Teller.

 

Was Deine Haut von innen aufbaut

Kennst Du den Moment, in dem Du isst, obwohl der Bauch längst satt ist? Oft ist es gar nicht der Körper, der ruft. Es ist eine innere Leere, und mit Essen lässt sie sich für einen Augenblick zudecken. Dahinter steht oft eine Sehnsucht, gesehen zu werden und zu spüren, dass das eigene Leben einen Sinn hat.

Diese Leere auszuhalten und wirklich zu fühlen, ist schwer. Darum greifen wir so schnell zu etwas Süßem oder fertigem Fast Food, ehe wir hinspüren.

Was diese Sehnsucht stillt, ist für jeden Menschen ein anderes. Für die eine ist es ein geliebter Mensch, der abends da ist. Für den anderen, sich selbst zur besten Freundin oder zum besten Freund zu werden. Für manche ist es eine Arbeit, die erfüllt, oder eine Aufgabe, die ruft, vom Garten bis zu den Straßentieren, denen jemand sein Herz schenkt. Jeder Mensch findet darin seinen eigenen Weg.

Hier ist eine kleine Einladung. Wenn Du das nächste Mal zwischendurch ohne physischen Hunger zum Essen greifst, halte einen Atemzug lang inne und spüre hin, ob gerade Dein Bauch ruft oder eine Sehnsucht in Dir. Du musst sie nicht sofort füllen. Sie einen Moment zu halten und zu fühlen, ist schon ein Anfang. Oft zeigt sie Dir, wonach Dein Leben sich gerade sehnt.

 

Von innen genährt

Deine Haut von innen zu pflegen heißt darum beides. Ihr in Ruhe gute Nahrung zu geben, Eiweiß, gute Fette und Farben aus Gemüse und Obst. Und Dir selbst die Erlaubnis für den Raum zu geben, was Dir Sinn schenkt, damit das Essen einfach Essen sein darf.

Das ist der naturallyMe way. Er führt von innen nach außen, vom warmen Tal hinauf zur Stadtmauer. Was von innen wächst, trägt am längsten. So kommst Du Schritt für Schritt in Deiner WohlfühlHaut an.

Wenn Du Herrn Fett und die HautStadt näher kennenlernen möchtest, lade ich Dich herzlich ein, vorbeizuschauen.

→ Jetzt die HautStadt besuchen

 

Häufige Fragen

 

Kann ich meine Haut allein über die Ernährung pflegen?

Die Ernährung legt das Fundament, denn Deine Haut baut ihren Schutz aus dem, was Du ihr von innen gibst. Dazu gehören sanfte Pflege von außen, guter Schlaf, Bewegung und Ruhe. Und das, was Deinem Leben Sinn und Wärme gibt. Zusammen tragen sie Deine Haut.

 

Welche Lebensmittel pflegen die Haut von innen?

Gute Begleiter sind hochwertige Öle wie Leinöl und Walnussöl, fetter Fisch, Nüsse, Avocado, Hülsenfrüchte, buntes Gemüse, Beeren und genug Wasser. Sie liefern Eiweiß, gesunde Fette, Vitamine und Antioxidantien.

 

Wie lange dauert es, bis sich die Ernährung auf der Haut zeigt?

Deine Haut erneuert sich über Wochen. Darum zeigt sich eine ruhige, gute Ernährung oft erst nach einigen Wochen an der Oberfläche. Das Warten lohnt sich, denn was von innen wächst, hält länger.

 

Warum greife ich zum Essen, obwohl ich satt bin?

Oft meldet sich dann eine innere Leere oder eine Sehnsucht nach Nähe und Sinn, während der Bauch längst satt ist. Mit Essen lässt sie sich für einen Moment zudecken. Kurz innezuhalten hilft Dir zu spüren, was Du gerade wirklich brauchst.

 

Deine Ivonne

PS: Du darfst in Deiner WohlfühlHaut ankommen. 👣

 

Quellen

Hinweis

Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche oder ernährungsmedizinische Beratung. Bei Hautbeschwerden oder Fragen zu Deiner Ernährung wende Dich an eine Fachperson.