Säureschutzmantel der Haut: Der unsichtbare Schutzfilm Deiner HautStadt

von | Hautpflege-Wissen

Hallo MenschLicht,

die Existenz des Säureschutzmantels der Haut wird heiß diskutiert. Die einen schwören darauf. Die anderen lehnen ihn vehement ab. Wieder andere sagen, er sei ein Zeichen unserer modernen Lebensweise.

Was stimmt denn nun? Gibt es den Säureschutzmantel der Haut wirklich?

Ich habe mir wissenschaftliche Studien, alternative Ansichten und jahrelange Praxiserfahrung angesehen. Heute teile ich meine ehrliche Meinung mit Dir. Als Kosmetikproduzentin war ich selbst lange hin- und hergerissen.

Denn ich pendle mich in der Mitte ein. Und ich glaube, genau da liegt oft die Wahrheit.

 

Meine Position zum Säureschutzmantel vorab

  • Ja, für mich existiert ein Schutzfilm auf der Haut.
  • Ob er zwingend sauer sein muss? Da bin ich mir nicht sicher.
  • Und nein, ich glaube nicht, dass Du ihn dauerhaft zerstören kannst. Die Haut ist zu intelligent dafür.

Was ich aber glaube: Wenn dieser Schutzfilm auf Veränderungen in Umwelt, Pflege, Ernährung und Stress reagiert, zeigt das, wie lebendig Dein Körperuniversum ist.

Die HautStadt ist für mich damit auch ein Indikator für Deine aktuellen Lebensbedingungen.

Wie ich zu dieser Schlussfolgerung komme, zeige ich Dir jetzt.

 

Was ist der Säureschutzmantel der Haut?

Der Säureschutzmantel der Haut ist ein unsichtbarer Film auf der Oberfläche Deiner HautStadt. Genauer gesagt liegt er auf der obersten Schicht des Oberhautdorfs.

Er besteht aus Schweiß, Talg und den Natürlichen Feuchtigkeitsfaktoren (NMF).

Der Fachbegriff Hydrolipidfilm beschreibt das sehr passend: Hydro steht für Wasser. Lipid steht für Fett. Zusammen ergibt das einen Wasser-Fett-Film.

Du kannst ihn Dir wie eine hauteigene Creme vorstellen, die Deine HautStadt selbst produziert.

 

Die Aufgaben des Schutzfilms

Dieser Schutzfilm übernimmt wichtige Aufgaben für Deine HautStadt:

  • Schutz vor Eindringlingen wie Bakterien, Viren und Pilzen
  • Feuchtigkeit bewahren und Austrocknung bremsen
  • Temperatur mitregulieren über Verdunstung
  • Ein passendes Milieu schaffen für das Hautmikrobiom
  • Entgiftung von Säuren und Schadstoffen

In der HautStadt-Metapher liegt dieser Film wie ein unsichtbarer Schutz auf der Stadtmauer. Er stärkt die Barriere, versorgt Frau Hornzelle mit Feuchtigkeit und hilft dabei, die Grenze gegen Eindringlinge aufrechtzuhalten.

 

Der pH-Wert: Warum „sauer“?

Wissenschaftlich wird die Hautoberfläche oft im Bereich zwischen pH 4,5 und 5,5 gemessen. Also im leicht sauren Bereich.

Zum Vergleich:

  • pH 7 ist neutral
  • unter pH 7 ist sauer
  • über pH 7 ist basisch

Schweiß enthält unter anderem Stoffe wie Milchsäure, die zu diesem sauren Milieu beitragen. Deshalb hat sich der Begriff Säureschutzmantel etabliert.

 

Die Kontroverse: Zwei gegensätzliche Welten

Und genau hier beginnt die hitzige Diskussion. Denn über diesen pH-Wert wird bis heute gestritten.

 

Fraktion 1: „Der saure pH-Wert ist essentiell!“

Fraktion 1 sagt:

  • Der saure pH-Wert ist natürlich und wichtig
  • Er hemmt das Wachstum mancher unerwünschter Mikroorganismen
  • Das Hautmikrobiom profitiert von diesem Milieu
  • Hautpflege sollte die Hautbarriere respektieren und nicht unnötig stören

Ihre Argumente sind nachvollziehbar.

Gesunde Haut wird häufig in diesem leicht sauren Bereich gemessen. Ein deutlich erhöhter pH-Wert wird mit Hautproblemen wie Trockenheit, Irritationen oder einer gestörten Barriere in Verbindung gebracht.

Manche gehen sogar so weit, die Haut nur mit Wasser zu reinigen, um den Schutzfilm möglichst nicht anzutasten.

 

Fraktion 2: „Der Säureschutzmantel ist unnatürlich!“

Fraktion 2 sieht das anders.

Sie sagt:

  • Ein saurer pH-Wert sei ein Zeichen von Übersäuerung und unserer unnatürlichen Ernährungsweise
  • Der Körper scheide Belastungen über die Haut aus
  • Basische Pflege sei deshalb sinnvoller
  • Saure Produkte würden den Körper eher in einem problematischen Zustand halten

Ihre Argumente greifen häufig Bilder aus der Natur auf.

Zum Beispiel das basische Fruchtwasser, das Meerwasser, das Ureinwohner einen basischen Schutzmantel gehabt hätten oder die Beobachtung, dass frühere Pflegegewohnheiten oft einfacher und basischer waren als heute.

 

Meine Antwort: Die Verbindung der Extreme

Puh. Ganz schön verwirrend, oder?

Ich stand vor genau dieser Frage, als ich die naelco skinfoods entwickelt habe. Und ich möchte ehrlich mit Dir sein:

Ich habe weder Medizin studiert, noch kann ich jede historische Behauptung über frühere Kulturen persönlich nachprüfen.

Was mich aber sehr nachdenklich gemacht hat, ist diese Grundidee:

Unser Körper arbeitet nie eindimensional. Er arbeitet immer in Zusammenhängen.

 

Es geht nicht um Entweder-Oder. Es geht um Sowohl-Als-Auch.

Schau Dir Deinen Körper an:

  • Der Magen ist stark sauer. Und das ist sinnvoll für die Verdauung.
  • Der Dünndarm arbeitet im basischen Bereich.
  • Das Blut ist leicht basisch. Das ist lebenswichtig.
  • Die Haut zeigt wiederum andere Bedingungen.

Auch Lebensmittel sind nicht nur sauer oder nur basisch. Wir brauchen beides.

Warum sollte es in der Hautpflege anders sein?

Für mich ist deshalb nicht die Frage entscheidend, ob sauer oder basisch die einzig wahre Lösung ist.

Denn auch Wasser verändert das Milieu.

Wasser ist nicht sauer, sondern liegt bei einem neutralen pH-Wert von 7. Es kommt also immer zu einer Veränderung auf der Hautoberfläche.

Und dazu kommt, dass der Säureschutzmantel auch Abfallstoffe, die der Körper nicht mehr braucht beinhaltet. Nur Wasser allein entfernt diese nicht vollständig.

Für mich heißt das: Entscheidend ist, wie gereinigt wird. Und so würde ich mein Geschirr auch nicht nur mit Wasser reinigen, denn dann bleibt immer noch ein Fettfilm übrig, der Schmutzreste in sich birgt.

Die wichtigere Frage ist: Was braucht Deine HautStadt in ihrer aktuellen Situation?

 

Meine Lösung: Beides nutzen, mit Bewusstsein

Bei der Entwicklung der naelco skinfoods habe ich deshalb versucht, nicht dogmatisch zu arbeiten.

 

Die Cremes: sauer gedacht

Die Cremes sind auf einen pH-hautneutralen, sauren Bereich abgestimmt, weil:

  • sie die Hautbarriere und den heutigen Säureschutzmantel respektieren sollen
  • bestimmte Konservierungssysteme nur im sauren Bereich gut funktionieren

 

Das Sprühdeo: basisch gedacht

Das Deo ist bewusst basisch gedacht, weil:

  • Schweiß selbst nicht das eigentliche Problem ist
  • Geruch erst entsteht, wenn Mikroorganismen Stoffe auf der Haut umwandeln
  • ein basischeres Milieu diesen Mikroorganismen weniger günstige Bedingungen bietet und so Geruch bremsen kann

 

Die Seifen: basisch, aber angepasst

Echte, aus Öl gesiedete Seifen sind von Natur aus basisch. Bei meinen Seifen habe ich den pH-Wert leicht gesenkt und an den des Meeres angepasst.

Diese Seifen verwende ich schon seit Jahren. Meine Haut fühlt sich danach für mich wundervoll gereinigt und durch die Überfettung auch gepflegt an.

 

Das Schöne an dieser Verbindung

Generell sehe ich den Säureschutzmantel als unsichtbaren Film auf Deiner Haut. Er bildet sich aus Schweiß, Talg und den natürlichen Feuchtigkeitsfaktoren.

Für mich muss daraus kein Glaubenskrieg entstehen.

Nicht sauer gegen basisch. Nicht Schulmedizin gegen Naturheilkunde.

Sondern ein genaueres Hinsehen auf das, was Deine HautStadt gerade wirklich braucht.

So kann Frieden entstehen.

 

Mein Fazit: Ja, aber mit Flexibilität

Gibt es den Säureschutzmantel der Haut wirklich?

Ja, für mich existiert er.

Die HautStadt lebt. Und sie will Deinen Körper vor äußeren Einflüssen schützen.

Der Säureschutzmantel, oder etwas neutraler der Hydrolipidfilm, ist für mich ein intelligenter Schutzmechanismus Deiner HautStadt.

 

Ist der saure pH-Wert natürlich?

Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

Möglicherweise ist der saure pH-Wert teilweise auch eine Anpassung an unsere moderne Lebensweise. An Umwelt, Stress, Pflegegewohnheiten und das, was wir täglich auf und in uns aufnehmen.

Aber das macht ihn nicht falsch.

Dein Körper ist anpassungsfähig. Er holt aus der aktuellen Situation oft das Beste heraus.

Die äußeren Hautzellen bilden die Stadtmauer Deiner HautStadt. Darüber liegt dieser Schutzfilm aus Schweiß und Talg. Er pflegt die Mauer, begleitet ihre Aufgaben und hilft dabei, Eindringlinge fernzuhalten.

 

Die spannende Frage: Kann sich das ändern?

Das Leben ist in ständigem Wandel. Und Dein Körper auch.

Er passt sich immer wieder an neue Lebensumstände an.

Jetzt ist es an Dir:

Welche Nahrung lässt Du von nun an IN und AN Deinen Körper?

Wenn Du mehr natürliche Lebensmittel isst, liebevoll mit Dir umgehst und Deine Haut bewusst pflegst, dann verändert sich sehr wahrscheinlich auch das Milieu Deiner Haut und Deines Darms.

Wie lange das dauert und ob es basisch wird?

Ich weiß es nicht.

Aber ich finde: Ein achtsamer Versuch ist es wert.

 

Was Du für Deine HautStadt tun kannst

Unabhängig davon, welcher Theorie Du folgst, hier sind meine Empfehlungen:

 

1. Höre auf Deine Haut

Deine HautStadt sendet Dir ständig Signale. Wenn sie trocken, gerötet oder gereizt ist, sagt sie Dir: Etwas stimmt nicht.

Vertraue dieser Kommunikation.

 

2. Vermeide aggressive Reinigung

Ob sauer oder basisch. Aggressive Tenside und vergällte Alkohole entfetten die Haut und schwächen sowohl den Schutzfilm als auch die Hautbarriere.

Nutze milde, natürliche Reinigungsprodukte.

 

3. Nähre von innen UND außen

Die HautStadt braucht:

  • von innen: gute Lebensmittel, ausreichend Wasser, Vitamine
  • von außen: hochwertige Öle, natürliche Feuchtigkeitsfaktoren und Schutz

Ganzheitliche Hautpflege ist kein teurer Luxus. Sie ist Selbstliebe.

 

4. Respektiere die Regenerationszeit

Die Haut kann sich nach dem Waschen wieder regulieren.

Gib ihr deshalb Zeit, bevor Du sofort Schicht über Schicht neue Produkte aufträgst.

 

Tauche ein in das Märchen: das Herz der Haut. Und lerne Deine HautStadt einmal anders kennen:

zum Märchenbuch

 

Und Du? Was denkst Du über den Säureschutzmantel der Haut?

Gibt es ihn für Dich?

Ist er natürlich oder ein Produkt unserer Lebensweise?

Oder liegt die Wahrheit, wie so oft, in der Mitte?

Ich freue mich darauf, Deine Gedanken in den Kommentaren zu lesen.

 

Deine Ivonne

PS: Du darfst in Deiner WohlfühlHaut ankommen. 👣

 

Quellen

 

Hinweis

Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Hautproblemen, Allergien oder Unverträglichkeiten konsultiere bitte eine fachkundige medizinische Person.

Hallo MenschLicht,

hier schreibt Ivonne

Mag. Ivonne Starkmann naelco skinfood Haut verstehen DIY Naturkosmetik Pflanzenwissen

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