Gute Naturkosmetik erkennen: 5 Kriterien für echte Qualität

Hallo LieblingsMensch! 💕

„Ist Naturkosmetik wirklich besser – oder nur ein teurer Marketinggag?" Diese Frage höre ich so oft. Und ich verstehe sie. Denn wenn Du im Drogeriemarkt stehst, kostet die Naturkosmetik-Creme oft das Doppelte der konventionellen. Da fragt man sich schon: Lohnt sich das wirklich?

Heute will ich Dir eine ehrliche Antwort geben – ohne Marketing-Geschwurbel, sondern mit klaren Fakten und meiner persönlichen Perspektive. Denn die Wahrheit ist: Es kommt darauf an.

Was ist Naturkosmetik überhaupt?

Hier wird es schon kompliziert: „Naturkosmetik" ist kein geschützter Begriff. Das bedeutet, theoretisch kann fast jeder seine Produkte als „Naturkosmetik" bezeichnen – solange gewisse Rohstoffe ausgeschlossen sind. Dennoch gibt es “Naturkosmetik” die noch nicht mit der Natur in Berührung gekommen ist. Diese beinhaltet im Endeffekt einen Nachbau der Natur – entstanden im Labor.

Deshalb gibt es Siegel wie:

  • BDIH – strenge Richtlinien für natürliche Inhaltsstoffe
  • NATRUE – definiert verschiedene Naturkosmetik-Level
  • Ecocert – international anerkanntes Bio-Siegel
  • Demeter – besonders streng, biodynamischer Anbau

Diese Siegel garantieren, dass bestimmte Standards eingehalten werden: keine Silikone, Paraffine, synthetische Duftstoffe, Mikroplastik etc.

Aber: Auch ohne Siegel kann ein Produkt hochwertige Naturkosmetik sein – so wie die naelco skinfood. Ich habe kein Siegel, weil die Kosten für Kleinstunternehmen enorm sind. Trotzdem arbeite ich nach meinen eigenen, sehr strengen Kriterien.

Der Unterschied: Konventionelle vs. Naturkosmetik

Lass mich Dir den Unterschied an einem Beispiel zeigen:

Konventionelle Gesichtscreme

Inhaltsstoffe (typisch):

  • Aqua (Wasser) – ok
  • Paraffinum Liquidum (Mineralöl) – Erdölprodukt, legt sich wie Plastikfolie auf die Haut
  • Dimethicone (Silikon) – fühlt sich gut an, pflegt aber nicht wirklich
  • Parfum (Duftstoffe) – hier weißt Du nicht ob es sich um ein naturidentisches ätherisches Öl handelt = Nachbau im Labor oder um ein naturreines, also ein echtes ätherisches Öl – die Seele der Pflanze
  • Parabene (Konservierung) – stehen im Verdacht, hormonell zu wirken

Naturkosmetik-Gesichtscreme

Inhaltsstoffe (typisch):

  • Aqua oder Pflanzenwasser (zB. Rosenhydrolat)
  • pflanzliche Öle/ Butter (zB Mandelöl, Jojobaöl, Sonnenblumenöl, Olivenöl, Sheabutter) – nähren und reparieren die Haut wirklich
  • Parfum (Duftstoffe) – naturreines, also ein echtes ätherisches Öl – die Seele der Pflanze (zB ätherisches Rosenöl, Lavendelöl, Rosmarinöl oder Lemongrassöl)
  • Vitamin E (natürliches Antioxidans)
  • natürlicher Konservierer – (lebensmitteltauglich (zB. Rokonsal, Kaliumsorbat, Alkohol und Airlessspender)

Du fragst Dich, ob für Deine Haut ein Öl oder eine Creme besser ist? Lies dazu meinen ausführlichen Vergleich: Gesichtsöl vs. Gesichtscreme: Was ist besser für Deine Haut?

 

Siehst Du den Unterschied?

Konventionelle Kosmetik fühlt sich oft toll an (Silikone machen die Haut geschmeidig!), aber sie pflegt nicht wirklich. Sie legt eine Schicht drüber – wie Frischhaltefolie. Kurzfristig sieht die Haut gut aus, langfristig trocknet sie aus.

Naturkosmetik hingegen nährt die Haut von innen. Sie gibt ihr, was sie braucht: Fett, Feuchtigkeit, Vitamine. Das fühlt sich vielleicht am Anfang anders an, aber die Haut wird langfristig widerstandsfähiger und gepflegter.

Ist Naturkosmetik also besser?

Meine ehrliche Antwort: Ja – WENN

  • sie hochwertig ist.
  • sie aus Bio Rohstoffen hergestellt wurde
  • der Alkohol ohne Vergällungsmittel verwendet wird. Denn das Vergällungsmittel ist Gift für die Haut. Doch so fällt die Alkoholsteuer beim Einkauf weg.

 

Warum Naturkosmetik besser sein kann:

Biokompatibilität – Pflanzliche Öle sind den körpereigenen Fetten ähnlich. Die Haut kann sie erkennen und aufnehmen.

Keine Langzeit-Schäden – Mineralöl und Silikone können die Hautbarriere langfristig schwächen. Naturkosmetik tut das nicht.

Umweltfreundlich – Pflanzenöle sind biologisch abbaubar. Silikone und Mikroplastik bleiben in der Natur.

Oft besser verträglich – Synthetische Duft- und Farbstoffe sind häufige Allergie-Auslöser. Natürliche Alternativen sind oft verträglicher, weil sie ganzheitlich wirken. Du hast meist dort Allergien, wo Du sie auch bei den Lebensmitteln hast.

 

ABER: Nicht jede Naturkosmetik ist automatisch gut!

Auch in der Naturkosmetik gibt es:

  • Produkte mit zu vielen Füllstoffen
  • Produkte mit schlechter Konservierung (Schimmel!)
  • Produkte mit billigen, minderwertigen Ölen
  • „Greenwashing" – sieht nach Natur aus, ist es aber nicht

Woran erkenne ich GUTE Naturkosmetik?

Hier sind meine 5 Kriterien:

1. Kurze Zutatenliste

Je weniger Zutaten, desto besser. Eine gute Gesichtscreme braucht keine 30 Inhaltsstoffe. Die Hälfte reicht für gekaufte Kosmetika völlig aus. Für selbstgemacht kannst Du sogar noch weniger verwenden. Und wenn Du es aus wesentliche reduzieren willst – dann nimm einfach gesalzenes Wasser. Gebe das auf Deine Haut und wenn das eingetrocknet ist gebe noch ein paar Tropfen öl auf die Haut. Fertig ist Deine natürlichste Gesichtscreme aus nur 3 Rohstoffen.

2. Erkennbare Rohstoffe

Du solltest die Zutaten kennen. Mandelöl, Sheabutter, Lavendelöl – das verstehst Du. „Methylisothiazolinone" – äh, was? Das ist ein Konservierungsmittel, das zB auch für Klebstoffe oder Industriereiniger verwendet wird [1]

3. Transparenz

Der Hersteller erklärt, was drin ist und warum. Bei naelco findest Du immer auch den Grund warum welche Rohstoff im Rezept auftaucht. Wenn ein Unternehmen das nicht tut – frage Dich warum nicht? Was hat es zu verbergen?

4. Bio-Qualität (wenn möglich)

Pflanzen nehmen Pestizide auf. Wenn Du Öle und Pflanzen auf Deine Haut gibst, willst Du keine Pestizide mitliefern. Bio ist teurer, aber sinnvoll. Denn Du nimmst nicht nur die Vitamine der Pflanzen auf, sondern auch deren Pestizidrückstände. Das mag vielleicht auf den ersten Blick nicht so schlimm sein bei einer Orange, einem Apfel, ein bisschen Olivenöl. Aber hier geht es darum, dass Du das jeden Tag regelmäßig tust. Somit hat Dein Körper jeden Tag noch mehr Giftstoffe um die er sich kümmern muss. Das belastet den Körper zusätzlich. Daher ein guter Anti-Aging Tipp – so naturrein wie möglich! Mehr über ganzheitliches Anti-Aging erfährst Du in meinem Artikel Wahres Anti-Aging: Die ganzheitliche Reise zu einem langen, vitalen Leben. [2]

5. Ehrlichkeit statt Marketing-Versprechen

„Anti-Aging-Wunder in 7 Tagen!" – Nein. Gute Naturkosmetik verspricht keine Wunder. Sie verspricht Pflege, Unterstützung, Nährung. Der Rest braucht Zeit. Und nochdazu darf eine Kosmetik nur auf der obersten Hautschicht – also im Oberhautdorf wirken – sie darf gesetzlich NICHT tiefer eindringen. Das dürfen nur Medizinprodukte.

Meine Kriterien für naelco skinfood

Da der Begriff „Naturkosmetik" nicht geschützt ist, habe ich für naelco eigene Standards definiert – strenger als die meisten Siegel:

Frische Pflanzen in Bio-Qualität

Ich verwende frische Pflanzen, Obst und Gemüse, sowie getrocknete Kräuter und Blumen, wenn ich sie brauche, jedoch sie im Moment nicht wachsen – und zwar alles in Bio-Qualität.

Jeder Rohstoff hat einen Zweck

Keine Füllstoffe. Jede Zutat in meinen Produkten hat eine Funktion. Kein „Aqua" nur, um die Creme zu strecken. Kein Parfum nur, damit es gut riecht. Alles, was drin ist, dient der Haut oder Deinem Geist durch die inkludierte Aromatherapie.

Essbare Rohstoffe

Alle Rohstoffe – auch Emulgatoren und Konservierer – sind essbaren Ursprungs. Meine Emulgatoren werden aus Zucker oder pflanzlichen Ölen gemacht. Das bedeutet: Wenn Du Dir die Creme theoretisch auf ein Brot schmieren würdest, wäre sie nicht giftig. (Aber bitte mach das nicht, es würde Deine Geschmacksknospen ein wenig irritieren 😄)

Minimalistische Verpackung

So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Keine Überverpackung aus Karton nur fürs Auge. Meine Airless-Spender sind aus recycelbarem Kunststoff, weil das hygienischer ist als Glas (kein Finger im Tiegel = keine Keime) UND ein solcher Airlessspender ist Teil des Konservierungskonzeptes. So ist es möglich die Cremen milder zu konservieren und sie halten dennoch sehr lange.

Ist Naturkosmetik teurer?

Ja. Und das ist auch richtig so.

Warum Naturkosmetik mehr kostet:

  • Hochwertige Rohstoffe – Bio-Mandelöl kostet mehr als Mineralöl
  • Kleinere Produktion – konventionelle Kosmetik wir in Massen produziert – Millionen Liter. Dieser Absatz ist für Naturkosmetik (noch) nicht vorhanden und es sind hier auch natürliche Grenzen im Anbau der Pflanzen gesetzt. Und oft produzieren kleine Manufakturen in Handarbeit ihre Chargen. Diese Arbeit MUSS wertgeschätzt werden.
  • Faire Löhne – Sheabutter aus fairem Handel kostet mehr, weil die Frauen in Afrika fair bezahlt werden

Aber: Du brauchst weniger! Eine reichhaltige Naturkosmetik-Creme reicht in Mini-Menge. Bei konventioneller Kosmetik brauchst Du oft mehr, weil sie nicht so intensiv pflegt.

Für wen lohnt sich Naturkosmetik?

Naturkosmetik ist sinnvoll, wenn Du:

Naturkosmetik ist NICHT automatisch besser, wenn Du:

  • ❌ Billige Naturkosmetik mit minderwertigen Ölen kaufst
  • ❌ Produkte mit langen Zutatenlisten nimmst, nur weil „Natur" draufsteht
  • ❌ Keine Zeit hast, Dich mit den Inhaltsstoffen zu beschäftigen
  • ❌ Produkte mit vergälltem Alkohol. Das erkennst Du an dem INCI ALCOHOL DENAT.

DIY Naturkosmetik selbst herstellen

Wenn Du nun inspiriert bist und selbst mit Naturkosmetik experimentieren möchtest, habe ich einen perfekten Einstieg für Dich: DIY Naturkosmetik selber machen: 3 einfache Rezepte für Anfänger. Dort zeige ich Dir Schritt für Schritt, wie Du mit einfachen Zutaten aus Deiner Küche hochwertige Hautpflege herstellen kannst.

Mein Fazit

Ist Naturkosmetik wirklich besser?

Ja – wenn sie hochwertig ist, transparent produziert und ehrlich vermarktet wird.

Naturkosmetik ist keine Modeerscheinung. Sie ist eine bewusste Entscheidung – für Deine Haut, für die Umwelt, für mehr Transparenz.

Aber Du musst nicht alles sofort umstellen. Fang klein an:

  • Ersetze Deine Gesichtscreme durch ein gutes Gesichtsöl
  • Verwende ein natürliches Deo ohne Aluminium
  • Probiere eine Naturkosmetik-Lippenpflege

Und dann beobachte: Wie fühlt sich Deine Haut an? Besser? Dann bleib dabei. Schlechter? Dann war es vielleicht nicht das richtige Produkt oder Deine Haut braucht mehr Zeit zur Umstellung!

Deine Frage an Dich selbst

Wie siehst Du das Thema nach diesem Artikel? Verwendest Du schon Naturkosmetik? Oder bist Du skeptisch?

Schreib mir gerne in den Kommentaren – ich bin neugierig auf Deine Meinung! 💚

Deine Ivonne

PS: Du bist nur einen Schritt von Deiner WohlfühlHaut entfernt…👣


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📚 Quellen

[1] Haut.de – INCI-Datenbank: Methylisothiazolinone

https://www.haut.de/inhaltsstoffe-inci/inci-detail/9039/methylisothiazolinone/

[2] Ökolandbau.de – Sind Bio-Lebensmittel wirklich ungespritzt?

https://www.oekolandbau.de/bio-im-alltag/bio-wissen/sind-bio-lebensmittel-wirklich-ungespritzt/


⚖️ Rechtlicher Hinweis & Haftungsausschluss

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine medizinische Beratung dar. Die beschriebenen Ansätze basieren auf persönlichen Erfahrungen und allgemeinem Wissen über Naturkosmetik. Bei Hautproblemen, Allergien oder Unverträglichkeiten konsultiere bitte einen Hautarzt.

Die genannten Vorteile von Naturkosmetik beziehen sich auf hochwertige Produkte und können individuell variieren. Teste neue Produkte immer zunächst an einer kleinen Hautstelle.

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